Die Materialien, die Sie in Ihrem Garten verwenden, können schädliche Auswirkungen auf die Umwelt haben. Insbesondere die bauliche Gartengestaltung (Hardscaping) kann zu ernsthaft hohen Kohlenstoffemissionen führen, aber zum Glück gibt es viele umweltfreundliche Alternativen.
Zement – der zur Herstellung von Beton verwendet wird – steuert für jedes produzierte Kilogramm fast 1 kg Kohlendioxid bei, obwohl ein Teil davon wieder absorbiert wird, wenn der Beton der Luft ausgesetzt ist. Ziegelsteine fügen 250 g pro 1 kg hinzu, und jeder Quadratmeter Steinterrasse fügt je nach Steinart etwa 47,5 kg Kohlendioxid hinzu.
Ist Holz gut? Holz ist die einzige Ausnahme, solange es aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Achten Sie auf das Zeichen des Forest Stewardship Council (FSC) oder des Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC). Neues Bauholz kann klimaneutral sein, sodass seine Verwendung aktiv zur Bekämpfung des Klimawandels beiträgt.
Ein nachhaltig gestalteter Garten kann immer noch Terrassen und Wege haben, aber sie werden auf ein Minimum beschränkt und aus recyceltem Keramik-„Kies“ oder wiederverwendeten Steinplatten hergestellt. Der nachhaltige Garten verfügt über Pergolen aus unbehandelter, lokal bezogener roter Zeder und gebrauchte Gartentische und -bänke oder handgefertigte Gegenstände aus grüner Eiche. Kaufen Sie keine neuen Materialien, es sei denn, es ist unbedingt nötig, und arbeiten Sie mit dem, was Sie bereits im Garten haben. Die lokale Beschaffung hilft, die hohen Kohlenstoffkosten für den Transport schwerer Gegenstände zu senken. Gebrauchte oder wiederverwendete Materialien von Verwertungsanlagen verursachen nur einen Bruchteil der Kohlenstoffkosten im Vergleich zu neuen Materialien. Sie sind zudem einzigartig und verleihen Ihrem Garten ein zeitloses, klassisches Aussehen, das mit neuen Materialien nur schwer zu erreichen ist.
Es natürlich halten Wiederverwendetes und neues Holz passen gut zusammen und bieten einen schönen Kontrast. Behandeltes Weichholz mag zwar billiger sein, wird aber normalerweise mit giftigen Chemikalien konserviert oder hitzebehandelt (mit all den damit verbundenen Kohlenstoffemissionen). Verwenden Sie stattdessen natürlich haltbares Holz wie Western Red Cedar (Riesenlebensbaum) oder grüne Eiche. Diese haben ein traditionelles Aussehen und halten jahrelang. Alternativ können Sie das Holz selbst mit einem umweltfreundlichen Holzschutzmittel auf Mineralbasis streichen.
Auswahl durchlässiger Landschaftsgestaltung Halten Sie hart gepflasterte Flächen auf einem Minimum. Wie Sie harte Landschaftsgestaltung einsetzen, ist wirklich wichtig. Große gepflasterte Flächen reflektieren Wärme, insbesondere nachts, was zu einer schlechteren Luftqualität und dem „Wärmeinsel“-Effekt in Städten beiträgt. Pflasterung trägt auch zu Sturzfluten bei, da sie verhindert, dass Wasser wieder in den Boden versickert. Halten Sie diese Flächen auf einem Minimum, verwenden Sie durchlässige Materialien wie Kies und maximieren Sie regenwasserabsorbierende Bepflanzung, um einen weicheren Garten zu schaffen, der gleichzeitig schonender für die Umwelt ist.
Nachhaltige Alternativen zu Beton
Ferrock wird zu 90 Prozent aus Abfallmaterialien hergestellt, hauptsächlich aus Eisenstaub, der mit Kohlendioxid reagiert, um Eisencarbonat zu erzeugen – und somit aktiv Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnimmt.
Timbercrete (Holzbeton) ist ein zementreduzierter Beton, bei dem bis zu 10 Prozent durch Sägewerksabfälle ersetzt werden, um ein Material herzustellen, das etwa 2½-mal leichter als herkömmlicher Beton ist. Es ist als Blöcke, Ziegel und Pflastersteine erhältlich.
Stampflehm (Rammed earth) ist verdichteter Unterboden oder Kreide, der zwischen temporären Platten gepresst wird. Sie können ihn für Stufen, Wände und sogar geformte Möbel verwenden – aber in feuchten Klimazonen kann er relativ kurzlebig sein.
