Kohlenstoffarmes Gärtnern in Kübeln (Low-carbon container growing)
Teil 1 – Auswahl Ihrer Töpfe und Pflanzen
Verwenden Sie gebrauchte Behälter: Suchen Sie auf Wertstoffhöfen, in Vintage-Läden und bei Online-Auktionen nach kohlenstofffreien, gebrauchten Pflanzgefäßen. Wählen Sie den größtmöglichen Topf: Mit wenigen Ausnahmen gilt: Je größer der Topf, desto besser können die Pflanzen ihre Wurzeln ausbreiten. Wählen Sie Töpfe mit einem Durchmesser von mindestens 45 cm. Oder bauen Sie Ihre eigenen Pflanzkästen aus wiederverwertetem Holz.
Bauen Sie Pflanzen an, die das Leben im Kübel mögen: Pflanzen, die sich in Kübeln am wohlsten fühlen, wachsen relativ langsam und haben von Natur aus ein kleines Wurzelsystem, wie z. B. Zwerg-Obst und -Gemüse („Terrassenpflanzen“), kleine Sträucher wie Skimmien und Kräuter.
Verwenden Sie Untersetzer: Fangen Sie Wasser und Nährstoffe auf und recyceln Sie diese, indem Sie, wo immer möglich, Behälter mit Untersetzern oder Wasserreservoirs verwenden.
Dauerhafte Bepflanzung: Dauerhafte Sträucher, Bäume, Stauden und Gräser binden über den längsten Zeitraum Kohlenstoff und benötigen im Allgemeinen weniger Kompost, Wasser und Dünger als hungrige, schnell wachsende Beetpflanzen.
Obstbäume und Beerensträucher in Töpfen sind das Nonplusultra für den nachhaltigen Anbau in Kübeln. Viele Kräuter sind ideale, pflegeleichte Kübelpflanzen.
Stellen Sie Ihre eigene Blumenerde her
Der Verzicht auf Torf ist für ein nachhaltiges Gärtnern unerlässlich. Der Abbau von Torf für den Gartenbau setzt eine enorme Menge an Kohlenstoff in die Atmosphäre frei. Der einzig wirklich kohlenstoffarme Weg, in Kübeln zu gärtnern, besteht jedoch darin, gar keinen Kompost zu kaufen, sondern die Blumenerde zu Hause selbst zu mischen.
Mischen Sie Ihren Kompost nach Bedarf. Sie müssen keine riesigen Mengen auf einmal mischen – verwenden Sie einen vollen Spaten als Maß für eine Schubkarrenladung oder eine Kelle, wenn Sie nur einen Eimer voll benötigen. Für das Umtopfen und für Kübel:
4 Teile Lehm.
1 Teil Gartenkompost, kommunaler Grünabfall oder gut verrotteter Mist.
1 Teil Laubhumus.
1 Teil scharfer Sand.
Weitere kohlenstoffarme Praktiken
Ziehen Sie Pflanzen aus Samen: Ziehen Sie Ihre eigenen einjährigen Blumen, Beetpflanzen oder Gemüse aus Samen, die Sie in Töpfe mit selbstgemachtem Kompost säen.
Wechseln Sie nicht den gesamten Kompost: Wenn Sie im Frühjahr einjährige Pflanzen neu pflanzen, lassen Sie so viel Kompost wie möglich unberührt, indem Sie nur die obersten 5 cm des alten Komposts ausgraben und ersetzen.
Verwenden Sie aufgefangenes Regenwasser: Pflanzen bevorzugen Regenwasser, da es reich an Stickstoff und leicht säurehaltig ist (im Gegensatz zu Leitungswasser, das oft kalkhaltig ist). Außerdem vermeiden Sie so alle Emissionen, die bei der Aufbereitung und dem Transport von Leitungswasser entstehen.
Düngen Sie mit selbstgemachtem Dünger: Künstliche Düngemittel sind eine weitere Quelle für Treibhausgasemissionen (und schwer zu recycelnde Plastikflaschen). Stellen Sie diesen also selbst her.
Legen Sie einen Obstgarten in Kübeln an: Obstbäume und Beerensträucher in Töpfen sind das Nonplusultra für den nachhaltigen Anbau in Kübeln, wobei der Schwerpunkt auf dauerhaft gepflanzten, kohlenstoffreichen Holzgewächsen liegt.
