Gartenideen für Menschen mit Demenz — sicher und entspannend zugleich

Einen demenzfreundlichen Garten gestalten

Acht Wege, einen Garten zugänglicher für Menschen mit Demenz zu machen

Für Menschen mit Demenz bieten Gärten mehr als Schönheit – sie schaffen eine lebenswichtige Verbindung zur Natur und ein Gefühl von Ruhe, Vertrautheit und Zweck.

Mit schätzungsweise über 900.000 Menschen, die im Vereinigten Königreich mit Demenz leben – und 40 %, die Einsamkeit berichten – sind zugängliche Grünflächen wichtiger denn je. „In unserem Leben werden die meisten von uns jemanden mit Demenz kennen“, sagt Liza, Mitautorin von Supporting People with Dementia: A Guide for Community Gardens. „Irgendwann werden wir uns alle damit auseinandersetzen müssen.“

Gärten können auch dringend benötigte Erholung für Pflegende bieten und zugleich sichere, soziale Räume schaffen, die das körperliche und geistige Wohlbefinden unterstützen. Wenn Sie darüber nachdenken, einen Garten für einen geliebten Menschen anzupassen, geben Gartendesigner Charlie Hawkes und Liza Griffin praktische Tipps, um Ihnen den Einstieg zu erleichtern.

1) Beginnen Sie mit dem Individuum

Verbringen Sie etwas Zeit damit, die Bedürfnisse der Person herauszufinden, für die Sie den Garten anpassen.

Jede Erfahrung mit Demenz ist unterschiedlich, daher ist der erste Schritt bei der Schaffung eines demenzfreundlichen Gartens das Verständnis der Bedürfnisse und Vorlieben des Einzelnen. Wenn jemand kürzlich diagnostiziert wurde, beziehen Sie diese Person in den Planungsprozess ein. Welche Farben liebt sie? Würde sie den Klang von Wasser oder den Duft von Kräutern genießen? Welche Gartenelemente bringen Komfort oder Freude?

Liza Griffin, die viele Jahre lang für ihren Ehemann sorgte, betont die Bedeutung einer sinnvollen Beratung:
„Es geht darum, eine Umgebung zu schaffen, in der Sie mit Menschen sprechen und einen personenzentrierten Ansatz verfolgen können“, sagt Liza.

2) Entwerfen Sie mit Blick auf die Zukunft

Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung, was bedeutet, dass Menschen im Laufe der Zeit neue Herausforderungen entwickeln können. Aspekte wie Sehen, Mobilität oder Gedächtnis können sich ändern – daher ist es klug, die zukünftigen Bedürfnisse von Anfang an zu berücksichtigen.

3) Schaffen Sie einen klaren, kreisförmigen Weg

Klare, einfache Gartengestaltungen sind für Menschen mit Demenz unerlässlich, da sie sich leicht desorientieren können. Vermeiden Sie Sackgassen oder kreuzende Wege, die verwirrend wirken könnten.

4) Zielen Sie auf eine Umgebung mit hohem Kontrast ab

Erstellen Sie eine Umgebung mit hohem Kontrast; stellen Sie sicher, dass Wege eine andere Farbe oder Material haben als Möbel und Pflanzen, damit sie besser erkennbar sind.

5) Halten Sie Ihre Liebsten sicher

Sicherheit im Garten ist äußerst wichtig; ergreifen Sie Maßnahmen, damit sich eine Person mit Demenz nicht verlaufen kann. Achten Sie auf ausreichend breite Wege, verwenden Sie Schilder und markieren Sie Bereiche deutlich.

6) Nutzen Sie alle Sinne

„Menschen mit fortgeschrittenen Formen von Demenz können sich möglicherweise nicht körperlich beteiligen, aber den Wind in den Bäumen hören, Vögel wahrnehmen, Pflanzen und Kräuter riechen und in einem Raum mit sensorischer Vielfalt sein – das ist wichtig für ihr Wohlbefinden“, sagt Liza.

7) Machen Sie es für alle angenehm

Ein gut gestalteter demenzfreundlicher Garten sollte für jeden angenehm sein. „Wenn Sie einen Garten geeignet für jemanden mit Demenz gemacht haben, sollte auch jemand ohne Demenz ihn nutzen und genießen können“, sagt Liza.

8) Fördern Sie Gemeinschaftsverbindungen

Das Leben mit Demenz kann sich oft isolierend anfühlen, weshalb Gemeinschaftsgärten eine so wichtige Rolle spielen. Diese gemeinsamen Räume bringen Menschen zusammen, bieten Möglichkeiten zum Gärtnern, sich zu unterhalten oder an Aktivitäten teilzunehmen und Teil von etwas Größerem zu sein.

    Hinterlassen Sie eine Antwort

    Nach oben scrollen