Wie man einen kohlenstoffarmen Garten anlegt
Ein Garten, der darauf ausgelegt ist, Kohlenstoff zu binden, ist ein Paradies für Pflanzenliebhaber. Je mehr Pflanzen Sie anbauen, desto mehr Kohlendioxid kann Ihr Garten speichern – also ist es der beste Vorwand, so viele Pflanzen wie möglich zu setzen.
Pflanzen nehmen während der Photosynthese Kohlendioxid auf, ähnlich wie wir Sauerstoff einatmen. Sie wandeln es dann in Glukose um, die ihnen beim Wachsen hilft.
Wenn Sie Pflanzen also in den Vordergrund stellen und harte Landschaftselemente auf ein Minimum reduzieren, wird Ihr Garten zu einem lebenden Schwamm, der Kohlendioxid direkt aus der Luft aufsaugt.
Hier sind fünf Möglichkeiten, um das Kohlendioxid‑Aufnahmepotenzial Ihrer Bepflanzung optimal zu nutzen:
1. In Schichten pflanzen
Ahmen Sie natürliche Ökosysteme mit üppiger Bepflanzung nach und halten Sie nackte Erde auf ein Minimum, um den maximalen Kohlenstoffvorteil zu erzielen.
Denken Sie an Baumschichten, wie in einem Wald. Geschichtete Pflanzungen bringen höhere Bäume nach oben, unterpflanzt mit Sträuchern, dann Stauden und Bodendeckern, die alle dicht gepflanzt werden, um ein nahtloses grünes Gefüge zu schaffen.
Pflanzen Sie eine vielfältige Mischung aus Bäumen, Sträuchern, Stauden und Bodendeckern und Ihr Garten wird zu einer kleinen Kohlenstoffsenke. Bäume sind so effizient bei der Aufnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, dass das Pflanzen von Bäumen inzwischen als anerkannter Weg gilt, Ihre anderen CO₂‑Emissionen zu „kompensieren“. Warum also nicht zu Hause ausgleichen?
2. Permanent pflanzen
Konzentrieren Sie sich auf langlebige, pflegeleichte Stauden, die viele Jahre an Ort und Stelle bleiben, statt jedes Jahr neu zu pflanzen. Häufiges Umgraben und Neupflanzen stört fragile Ökosysteme und setzt den im Boden gespeicherten Kohlenstoff frei.
3. Lieben Sie Ihre Sträucher
Pflanzen mit einem holzigen, dauerhaften Gerüst aus Zweigen speichern am meisten Kohlenstoff; aber Ihr Auswahl ist nicht nur auf Bäume beschränkt. Strauchpflanzungen und Hecken sind ebenfalls sehr effektive Kohlenstoffsenken und können sogar in kleineren Gärten gut funktionieren. Schnell wachsende Pflanzen und solche mit umfangreichen Wurzelsystemen sind besonders wirksam beim Einfangen und Halten von atmosphärischem Kohlenstoff.
4. Arbeiten Sie mit Ihrem Garten
Viele Pflanzen gedeihen, wenn sie in den richtigen Bedingungen stehen, und benötigen weniger sogenannte kohlenstoffintensive Zusätze wie Dünger. Pflanzen Sie sonnenliebende Arten an die trockensten Stellen und positionieren Sie Ihren Teich dort, wo im Winter natürlich Regenwasser zusammenläuft. Wählen Sie Pflanzen, die nicht dazu neigen, den verfügbaren Raum zu sprengen, damit Sie sie weniger zurückschneiden müssen.
5. Entwerfen Sie in der Nähe
Einige Pflanzen, insbesondere exotische Arten, können viele tausend Meilen transportiert werden, bevor sie in Ihrem Garten ankommen. Native Pflanzen und robuste nicht‑heimische Pflanzen nehmen zwar gleichermaßen Kohlenstoff auf, aber anspruchsvolle, langsam wachsende exotische Arten, die hohe Mengen an Dünger, Wasser und Wärme benötigen, können am Ende mehr Kohlendioxid emittieren, als sie aufnehmen – vor allem, wenn sie importiert werden. Daher sollten Sie nach Möglichkeit heimische Pflanzen und robuste nicht‑heimische Arten auswählen.
